Unser Reporter Pommes Hudel war wieder unterwegs auf der Suche nach einer interessanten Person
08.Feb.2012
Guten Tag Kegelinteressierte Fangemeinde,
Auch von mir noch ein “Frohes Neues Jahr” und es ist wieder soweit. In diesem neuen Interview hab ich mir mal unseren Jugendtrainer geschnappt. Er erzählt von seiner Jugendarbeit und von seiner Zeit, als er selbst noch Jugendlicher war. Also nehmt euch Zeit und lest seine knackigen Antworten. Ich finde es ein tolles Interview mit einer tollen Person.
Bis demnächst euer Reporter Pommes.
Name: Sebastian Klonner
Wohnort: Alzey
Alter: 27 Jahre
Familienstand: Vergeben
Persönliche Bestleistung: 1058 LP
Ehrenamt: Jugendtrainer 1. SKC Monsheim
Presse: Hallo Sebastian! Lass uns das Interview mal so Anfangen. Wie geht es dir?
Sebastian: Sehr gut! Danke der Nachfrage.
Presse: Du bist in deiner frühen Jugend zum 1. SKC Monsheim gewechselt. Wie ist es dazu gekommen und wieso bist Du immer noch da? Schließlich gibt es ja in deiner Heimat Alzey einen Kegelverein.
Sebastian: Als ich gerade in die Altersgruppe U18 gewechselt bin stand ich vor einer Entscheidung die, wenn ich die letzten 10 Jahre mal Revue passieren lasse, mein Leben grundlegend geprägt hat. Mein "Heimat"-Verein der ESV Alzey würde über kurz oder lang nicht mehr existieren und es galt zu entscheiden wie es denn mit meinem sportlichen Werdegang weitergehen sollte. Da kam dann mein Vater ins Spiel, der über Jörg Kreusel die Kontakte zum 1. SKC Monsheim geknüpft hatte und mir die Perspektive aufgezeigt hat, dass ich bei diesem mir völlig unbekannten Verein die Möglichkeit hätte mit vielen Jugendlichen im gleichen Alter und durch den damaligen Trainer Ernst Berkes auch sportlich auf einem höherem Level spielen zu können. Etwas Vergleichbares konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht entdecken (so nebenbei auch damals gab es mit Fortuna Alzey bereits einen weiteren Verein in Alzey), sodass die Entscheidung für den Wechsel nach Monsheim getroffen wurde. Zu der Frage "Warum bist Du immer noch da?" kann ich nur sagen, dass ich rein sportlich die Möglichkeit habe auf einem ansprechenden Niveau zu kegeln und jederzeit Leute da sind. die mir helfen mein Spiel zu verbessern. Persönlich, was in meinen Augen noch viel wichtiger ist, ist der Verein zu einer zweiten Familie für mich geworden. In den vergangen Jahren wurden Freundschaften geschlossen die ich nicht missen möchte. Mit Beginn meiner Trainertätigkeit vor gut 2 1/2 Jahren habe ich mich zudem noch eine Verpflichtung gegenüber dem Verein aber vor allem gegenüber den Jugendlichen übernommen, die ich nicht so plötzlich im Stich lassen kann (nicht das ich das wollte!). In diesem Bereich sind, gerade in Bezug auf Nina, Sandra und Marco tiefe Freundschaften entstanden, die mir persönlich sehr wichtig sind. Also nenn mir bitte doch mal eine guten Grund für einen Wechsel?
Presse: Natürlich wollen wir auf deine Trainertätigkeit im Verein eingehen. Wie ist momentan der Stand in deiner Jugendarbeit? Wie viele Kinder sind im Training und wie weit sind sie schon mit dem Kegelsport?
Sebastian: Zur Zeit besteht unsere Jugendabteilung aus 12 Jugendlichen im Alter von 8 -16 Jahren. Einen konkreten Stand der Jugendarbeit kann ich dir so direkt gar nicht mitteilen, denn auf Grund des jeweiligen Fortschritts der einzelnen Spieler kann die Antwort darauf sehr unterschiedlich ausfallen. Zur Zeit ist die Truppe bunt gemischt. Da haben wir die erfahrenen Spielerinnen mit Sandra und Nina, bei denen in ersten Linie an Technik-, Ablaufdetails und dem Kopfspiel gearbeitet wird. Des Weiteren haben wir Spieler/innen wie z.B. Eric die vor dem Umstieg auf die große Kugel stehen und versuchen in Ihrem letzten Jahr mit der kleinen Kugel noch ein Mal eine gute Leistung zu zeigen. Hier wird sich im Verlauf der nächsten 4 Monate zeigen wo der Schwerpunkt des Trainings liegen wird. Eine weitere Gruppe bilden die Spieler/innen wie Simon und Julia, die gerade ihre ersten Erfahrungen in Wettkämpfen sammeln. Bei Ihnen steht auch der Bewegungs-ablauf im Vordergrund um nur einen Hauptpunkt des Trainings zu nennen. Und dann gibt's da noch unsere "Neulinge" wie Lars, die immer noch dabei sind Ihre ersten Schritte in diesem Sport zu absolvieren und mit viel Freude in jedem Training was dazu lernen.
Presse: Wenn ich mein Kind zu dir ins Training schicken will. Was muss es mitbringen und wie würdest du meinem Kind die Freude am Kegeln beibringen?
Sebastian: Hallenturnschuhe, Sportsachen (i.d.R. kurze Hosen, T-Shirt) und ein Handtuch! *G*
Aber Spaß bei Seite. In meinen Augen muss man keine athletischen oder intellektuellen Voraus-setzungen zum Kegeln mitbringen um große Erfolge erzielen zu können. Das Ist ja gerade das schöne am
Kegeln und ein Grund warum ich diesen Sport so liebe. Man muss sich trauen zu uns ins Training zu kommen. Das ist Alles!
Die Freude am Spiel muss jedes Kind selbst entwickeln. Da bildet Kegeln keine Ausnahme zu Fußball oder Tennis. Wenn man kein Interesse an dem jeweiligen Sport hat, kann auch ein engagierter Trainer dies nicht ändern. Die Aufgabe des Trainers ist es, den Sportler zu führen und ihm die Grundlagen zu vermitteln um den Sport erfolgreich auszuüben. Sollte dabei die Freude zum Spiel entstehen hat man vieles richtig gemacht. Wie gut unser Jugendteam dies macht, sollte man besser unsere Jugendlichen selbst fragen aber ich denke ich kann beruhigt sagen, dass die Arbeit im Jugendbereich sehr intensiv betrieben wird und der ein oder andere Funke bereits übergesprungen ist.
So nebenbei ich freue mich jetzt schon dein Kind trainieren zu dürfen!!!
Presse: Mit den Mädels, Nina und Sandra, wie auch mit Marco hast du schon 3 Jugendliche an die 1. Mannschaften herangeführt. Wie ist die momentane Situation bei ihnen und was können wir noch erwarten?
Sebastian: Da muss ich dir in deiner Wortwahl gleich mal widersprechen. Ich denke "herangeführt" ist das falsche Wort, wenn ich mal die Einsätze der genannten Spieler in den 1. Mannschaften unseres Verein addiere, bin ich der Meinung, dass alle drei bereits Bestandteil der 1. Mannschaft sind und dies auf Grund der gezeigten Leistungen auch völlig zu Recht!
Für die Zukunft können wir uns noch auf Einiges gefasst machen! Diese Äußerung habe ich vor knapp 2 Jahren schon einmal getätigt. Ich hoffe du erinnerst dich noch! Und ich fühle mich seit den letzten Einzelmeisterschaften darin mehr als bestätigt und bin verrückt genug es wieder zu tun! Man muss sich bei den Mädels erst einmal vergegenwärtigen, dass beide "erst" 15 und 16 Jahre alt sind und welche Leistung sie abrufen bzw. abgerufen haben und vor allem welche Entwicklung beide durchlaufen haben. Von Ihrer Technik und Ihren erfahrenen Drucksituationen können sie es bereits jetzt mit vielen erwachsenen Spielerinnen aufnehmen. Und da geht noch Einiges! Man muss sich natürlich im Klaren sein, dass dies auch eine Menge Arbeit, vor allem für die Beiden, bedeutet. Trotz Ihrer tollen Leistungen gibt es noch einige Baustellen an denen wir arbeiten müssen. Doch den Ehrgeiz der Beiden muss ich sicherlich nicht mehr schüren.
Marco durchlebt in dieser Zeit eine durchwachsene Saison ist aber auch schulisch im 13. Jahr verständlicherweise etwas stärker belastet. Ich bin doch auch bei ihm fest davon überzeugt, dass zum Ende der Runde noch eine Leistungssteigerung erfolgen wird. Ein Schlüssel dazu wird sicherlich das Training sein, dass für ihn neu konzipiert werden muss. Sollte er dies beherzigen und wie die beiden Mädels auch entsprechend hart arbeiten ist er in meinen Augen ein fester Bestandteil der zukünftigen ersten Mannschaft.
Presse: Wie ist die Auslastung im Jugendtraining gibt es überhaupt noch viele Möglichkeiten mehr Jugendliche aufzunehmen?
Sebastian: Es ist richtig, dass bei einer weiteren Vergrößerung des Jugendbereichs um 2-4 Spieler ernsthafte Zeitprobleme entstehen können, da die Bahnzeit für das im Anschluss an das Jugend-training stattfindende Damen-Training wahrscheinlich nicht ausreichend sein wird. Dies soll jedoch nicht Jugendliche davon abhalten bei uns mal reinzuschnuppern. Problemlösungen für dieses mögliche Platzdilemma sind schon andiskutiert worden.
Presse: Erklär uns doch mal kurz wie das Konzept im Jugendbereich auf Bezirks- und Landesebene aussieht?
Sebastian: Auf Bezirksebene haben die Jugendlichen an ca. 10 Spieltagen die Chance Erfahrungen zu sammeln und andere Bahnanlagen kennenzulernen. Hierbei treten diese als Einzelspieler/innen an. Am Ende der Runde wird der Schnitt der einzelnen Ergebnisse ermittelt und damit auch die Reihenfolge in der Tabelle.
Auf Landesebene treten die Jugendlichen in 4er Mannschaften an 6 Spieltagen an. Hierbei zählt natürlich das Gesamtergebnis. An jedem Spieltag werden die Mannschaften je nach erzielten Ergebnis sortiert. Die schlechteste Mannschaft bekommt an diesem Spieltag einen Punkt die Nächstbessere 2 Punkte und so weiter. Am Ende der 6 Spieltage werden die erzielten Punkte an den einzelnen Spieltagen addiert. Die ersten 4 Mannschaften, nach diesem System, erhalten die Chance an den Landesmeisterschaften nochmals gegeneinander anzutreten um sich für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Hierbei zählt natürlich lediglich, dass an den Landesmeister-schaften erzielte, Gesamtergebnis.
Presse: Wie ist der Kontakt im Jugendbereich zu anderen Vereinen und zu den Funktionären?
Sebastian: Der Kontakt zu den anderen Vereinen ist ausnahmslos gut. Man kennt und respektiert sich. Gerade für die Jugendlichen finde ich es wichtig auch Freundschaften mit Spieler/innen aus anderen Vereinen zu knüpfen. Man ist zwar während des Wettkampfes ein Gegner, aber das heißt ja nicht, dass man davor und danach kein Wort miteinander wechseln darf. Im Grunde sind wir als Randsportart eine große Familie. Ich denke wir haben dies in Bezug auf Dennis aus nächster Nähe erleben dürfen und es gibt doch nichts schöneres als auf anderen Bahnanlagen ebenfalls willkom-men zu sein.
Natürlich gibt es Vereine zu denen eine engere Bindung besteht als zu Anderen, aber das liegt in der Natur der Sache. Unser Verein hat zum Beispiel sehr enge Beziehungen zum Jugendbereich in Kuhardt. Unsere A-Jugend Mädchenmannschaften der letzten 3 Jahre wurden zum Großteil aus diesen beiden Vereinen zusammengefügt (mit Hilfe von Gastspielrechten) und für das nächste Jahr sind schon wieder erste Gespräche geführt worden um diese Zusammenarbeit zu vertiefen.
Das Zusammenspiel zu den Funktionären ist ausnahmslos gut. Ich kann dafür sowohl auf Bezirks- als auch Landesebene die Hand ins Feuer legen. Besonders auf Landesebene kenne ich viele Verantwortungsträger noch aus meiner eigenen Jugendzeit, was es mir natürlich noch viel leichter macht bei Problemen einfach auf die Leute zuzugehen.
Presse: Hast du noch Vorschläge wie man die Jugendlichen zum Sportkegeln bringen kann?
Sebastian: Werbung, Werbung, Werbung! Zu welchen Mitteln da gegriffen wird ist im Grunde egal. Jeder kann mit den kleinsten Mitteln was bewirken. Wichtig ist, sich nicht für seinen Sport zu schämen und sich von anderen (zumeist Ahnungslosen) nicht veräppeln zu lassen.
Mit unserem Ferienspielnachmittag haben wir da schon ein gutes Mittel gefunden junge Kegler an den Sport heranzubringen und wenn auch nur eine Person, aus einer solchen Aktion, gefallen am Kegeln gefunden hat, hat es sich gelohnt.
Also ladet Leute ein! Bringt sie zu Spielen mit! Macht Werbung für den Verein! Es lohnt sich!
Presse: Den Löwenanteil mit der Jugend trägst Du aber wer rührt denn da noch alles in deinem Team rum? Stell sie uns doch mal vor, das die Jungs und Mädels keine Angst haben brauchen.
Sebastian: Sehr gerne Jonas. An aller erster Stelle ist da Ute Maier zu nennen. Sie ist fester Bestandteil des Trainerteams und zur Zeit nicht wegzudenken in dieser Position. Sie leitet mit mir zusammen das Freitags-Training und achtet zudem darauf, dass (sofern ich wieder mal zu gutmütig bin) auch mal ein Machtwort gesprochen wird. Dafür von mir ein herzliches Dankeschön. Ich finde, ich bessere mich in diesem Bereich schon. Ohne Ute wäre ich ganz schön aufgeschmissen und das Training wäre so nicht durchführbar. Des Weiteren wären da noch Heinz Hollstein, Frank Breyvogel und Marco Lipka zu nennen, die oft und sofern es Ihre Zeit erlaubt mir zur Seite stehen und Jugendliche betreuen, mich im Training vertreten, mir helfen das Training vorzubereiten und und und...Man glaubt gar nicht wie kleine Handgriffe einem das Leben erleichtern können. Vielen Dank auch dafür. Die ganzen Fahrer aufzuzählen, die ich ansprechen kann, wenn mal alle Stricke reißen, würde sicherlich den Rahmen sprengen aber sie sollen hiermit nicht ganz unerwähnt bleiben, denn auch dafür sind die Jugendlichen und ich sehr dankbar.
Presse: Du selbst warst in der Jugend schon ein sehr guter Kegler. Welche Dinge haben dich dort geprägt? Welche Erfahrungen hast du dort gesammelt?
Sebastian: Ich denke ich habe die Leidenschaft für diesen Sport in erster Linie von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Ich war schon in frühen Jahren bei den Spielen meiner Eltern dabei und habe soweit ich mich noch erinnern kann nach den Spielen ein paar Kugeln werfen dürfen. Eine weitere Person der ich vieles zu verdanken habe ist mein erster "richtiger" Trainer bei meinem Heimatverein gewesen mit dem ich meine erste Teilnahme bei den deutschen Meisterschaften erreichen konnte. Auch Ernst Berkes der mich in Monsheim unter seine Fittiche genommen hate habe ich vieles zu verdanken. Er hat mein Spiel in vielen Bereichen noch sehr verbessern können und mir auch gezeigt wie man, in meinen Augen, richtig trainiert.
Ich habe in meiner Jugend gelernt mit Erfolgen und Misserfolgen umzugehen. Ich durfte in Mannschaften und im Einzelbereich große Turniere bestreiten und dort erfahren, wie wichtig Training, die persönliche Einstellung und das ganze Umfeld ist. Wie diese Einfluss auf einen nehmen, auch wenn man dies nicht immer realisiert. Zurückblickend ist es wichtig zu wissen, wer man ist und was man kann, egal was andere sagen oder denken. In Kombination mit einem Trainer/Betreuer dem man vertraut ist dies das Grundprinzip um nach dem Spiel bzw. Wettkampf zufrieden von der Bahn gehen zu können.
Presse: Man merkt, Jugend ist deine Leidenschaft. Wie ist es denn mit deinem eigenen Spiel? Bist Du mit der Runde bisher zufrieden?
Sebastian: Nach dem ich nun mein Tal der Tränen hoffentlich weit hinter mir gelassen habe, zeigt die Formkurve doch deutlich nach oben. Wer mich kennt weiß, dass ich damit noch nicht zufrieden bin. Die Entwicklung ist jedoch auf jeden Fall positiv zu beurteilen.
Presse: Was sind deine Ziele als Kegler in der Saison und vllt. etwas langfristig gesehen?
Sebastian: In dieser Saison wollte ich mich in der 2. Mannschaft etablieren und mit dieser die Meisterschaft feiern. Soweit denke ich, hab ich das ganz gut hinbekommen.
Langfristig hoffe ich mich in der Zukunft weiter steigern zu können um vielleicht irgendwann wieder ein Thema für die 1. Mannschaft zu sein. Ich möchte unbedingt mit diesem Verein ein Bundesliga Spiel bestreiten und gewinnen. Noch einmal die 1000er Marke zu überspielen wäre auch ein Erfolg der für mich von großer Bedeutung wäre, da die 900 in den letzten Jahren schon fast unmöglich zu erreichen schien. Des Weiteren ist jede Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft als Spieler oder Betreuer ein Ereignis an das man sich zurückerinnern kann und ein Ziel für das es sich lohnt zu arbeiten.
Im Trainerbereich hoffe ich zudem auch noch ein paar Erfolge feiern zu können. Ein weiterer Wunsch von mir ist es die Entwicklung von Nina und Sandra weiter beobachten zu dürfen, da ich Beiden vieles zu verdanken habe und uns eine besondere Freundschaft verbindet.
Presse: Du bist auch einer der sich kaum eine Ruhephase gönnt und durchtrainiert bzw. jedesmal im Training ist. Ist es wichtig für dein Spiel und was empfiehlst du noch neben dem normalen Training?
Sebastian: Training ist das A und O eines erfolgreichen Spielers, der konstant auf einem hohen Niveau spielen will. Nur im Training kann man vor allem an der eigenen Technik, am Bewegungs-ablauf und an der eigenen Einstellung arbeiten und sich vor allem auch Selbstsicherheit holen. Ohne entsprechendes Training hätte ich meine Erfolge nicht erreichen können.
Als Trainingsausgleich empfehle ich jedem regelmäßig einer anderen Ausdauersportart nachzu-gehen um die Kondition zu steigern und zu erhalten. Ob das Laufen, Schwimmen, Radfahren o.ä. ist, ist nicht von Bedeutung. Da hat jeder Mensch andere Vorlieben. Ich persönlich gehe lieber Joggen oder Schwimmen als Fahrrad zu fahren. Die Tatsache, dass ich nicht mal ein Fahrrad besitze macht mir die Entscheidung hier etwas einfacher.
Presse: Du warst der Erste, der im Verein die magische 1000er Grenze überspielte und bist Vereinsrekordinhaber. Wer ist deiner Ansicht nach in der Lage mal diesen Rekord zu knacken? Wie siehst du die 1000er Welle diese Saison im Verein?
Sebastian: Ich hoffe ja inständig, dass ich da auch noch ein Wörtchen mitzureden habe. Ansonsten kann so ziemlich die ganze 1. Mannschaft diesen Rekord knacken. Daniel war in der Hinrunde mal sehr nah dran! Und Gerd ist sowieso immer ein heißer Kandidat für Spitzenergebnisse! Ich lass mich einfach überraschen und bin froh, dass du nicht nach der Person gefragt hast die meiner Meinung nach den ersten 500er des Vereins spielt.
Die vielen 1000er in dieser Saison zeigen nur welch enormes Potential in unserem Verein konzentriert ist. Egal wie gut eine Bahn gepflegt ist und wie gut der Holzfall auch sein mag. Ein solches Ergebnis kann man nicht einfach so erspielen. Ich freue mich für jeden Kegler der dieses Schallmauer schon einmal überspielt hat und würde gerne noch mehr solcher Ergebnisse in dieser Saison sehen.
Presse: Diese Saison bist du wieder Stammspieler in der 2. Männermannschaft wie ist dort das zusammen sein?
Sebastian: In meinen Augen haben wir mit der sportlichen Entscheidung die Startzeiten der 2. und 3. Mannschaft zu drehen sowie die 2. Mannschaft deutlich zu verjüngen eine richtige Entscheidung getroffen. Die Stimmung ist gut. Die Meisterschaft zu 99% gesichert. Bisher wurde nur 1 Spiel verloren. Ich denke die Zahlen sprechen für sich.
Presse: Was man so liest ist Sportkegeln ein aussterbender Sport. Wie siehst du den Verein SKC Monsheim in der Zukunft? Hat er überhaupt Zukunft?
Sebastian: Kegeln ist eine Randsportart, dass ist jedem Kegler klar und darf auch nie in Vergessenheit geraten. Ich betreibe diesen Sport jetzt nun seit ca. 19 Jahren und habe vor für die nächsten 19 Jahre auch mein Möglichstes zu tun. Ich denke unser Verein baut auf einer soliden Jugendarbeit auf, sodass die Zukunft des Vereins vorerst gesichert ist. Die Heimkegelbahn in Monsheim wird immer ein Thema sein, doch ich denke jeder ist über die Situation hinreichend informiert.
Im Allgemeinen steht der Kegelsport mit dem kommenden Umbruch von 200 auf 120 Wurf im Herrenbereich vor einer großen Veränderung. Welche Ausmaße diese "Schnaps-Idee" der Führungsebene (fast schon wie bei meiner Arbeit!!) annehmen wird, wird sich uns erst in ein paar Jahren offenbaren. Weiter möchte ich die momentane Situation des Kegelsport nicht thematisieren, denn darüber wird noch viel gesprochen werden und ich äußere mich wenn die Zeit dazu gekommen ist.
Und ja ich habe den Frauenbereich absichtlich nicht genannt, weil ich die Umstellung dort für eine weniger einschneidende Systemveränderung halte.
Presse: Ich danke dir schon mal für deine offenen Worte. Hier noch eine schnelle Frage-Antwort-Runde.
Bitte gern geschehen!
Schwarz oder Weiß? Grau
Halbvoll oder Halbleer? Halbvoll
120 Wurf oder 200 Wurf? 200 Wurf
Bier oder Wein? Wein (Es sei den es gibt nen Cola-Asbach zur Auswahl)
Pepsi oder Coca-Cola? Coca-Cola
Pommes oder Nudeln? Nudeln
Eigene- oder Vereinskugeln? Eigene Kugeln
175 Volle oder 100 Abräumen? 100 Abräumen
Gerd-Menü oder BIG-Mäc-Menü? Gerd-Menü (was für ne Frage?!?!)
Süß oder Salzig? Süß
Eppelheim oder Oggersheim? Ich liebe beide Bahnen!
Sommer oder Winter? Winter
Finanzamt oder Kegelbahn? Kegelbahn
Volkswagen oder BMW? Volkswagen
1+2 oder 3+4? 1+2
Spieltag Samstag oder Sonntag? Samstag
10 Fehl 90 Abräumer oder 0 Fehl 60 Abräumer? 0 Fehl 60 abgeräumt
Seppelinho oder Seppel? Sebbelinho
Start-, Mittel- oder Schlußpaar? Startpaar
Sebastian Klonner
Webmaster befragt unseren rasenden Reporter Pommes Hudel im Interview
24. Dez 2011
Hallo SKC Freunde,
da in der Winterpause der Spielbetrieb ruht, ich aber diverse Aktivitäten auf unserer Homepage für gut finde, habe ich mir gedacht unseren mittlerweile schon bekannten SKC Reporter Jonas alias Pommes Hudel ins Kreuzverhör zu nehmen und ein Gegeninterview zu starten. Einige kennen ihn vielleicht nur als Reporter oder als erwähnten Top Spieler in der Presse des SKC. Etwas Zeit müsst ihr schon mitbringen, so ist das bei interessanten Personen.Hier erfahrt ihr mehr über die Person Jonas Hudel.
Viel Spaß beim lesen.
Presse: Hallo Jonas (27), zu Beginn möchte ich dir eine ganz persönliche Frage stellen. Du kommst aus einer sehr großen Familie. Viele wissen gar nicht wie viele Geschwister du hast. Stellst du sie uns einmal vor?
Pommes: Ja klar. Also ist eigentlich ganz einfach, es sind 7 Brüder und 2 Schwestern. Davon sind Maximilian und Valentin beim SKC aktiv. Elias nimmt sich momentan eine Auszeit und Pauline hatte es mal versucht. Hier eine kleine Übersicht: Daniel (30), Lukas (26), Max (24), Jan-Felix (23), Valentin (20), Moritz und Pauline (18), Elias (14) und Nesthäkchen Lillie (12)
Presse: Wie ist es als zweitältester Sohn einer so großen Familie aufzuwachsen? Muss man da schon früh Verantwortung für seine kleineren Geschwister übernehmen?
Pommes: In einer Großfamilie aufzuwachsen ist wunderbar. Man lernt gleich, welche Dinge wichtig sind im Leben, um miteinander auszukommen. Ich hatte eine wundervolle Kindheit, wo es nie Langeweile gab. Obwohl jeder seinen eigenen Charakter hat, weiß auch jeder, dass der eine für den anderen da ist. Du hast für jedes Problem jemanden der dir hilft. Ist doch eine schöne Sache. Man merkt momentan schon etwas den Altersunterschied und da schaut man als großer Bruder doch schon mal genauer hin.
Presse: Viele Hudels sind oder waren infiziert vom Keglervirus. Du warst der erste der dem Verein beigetreten ist. Kannst du dich noch an die Anfangszeit erinnern und was hat dich zum Kegeln gebracht? Können wir in Zukunft mit weiteren Hudels im Verein rechnen?
Pommes: Auf Geburtstagen ist man öfters mal auf Bowlingbahnen gelandet und dies hat mir immer gut gefallen. Mein Vater sagte mir, dass es aber nur einen Sportkegelclub in Monsheim gibt. Also wurde sich bei Familie Maier informiert, wann die Jugendtrainingszeiten sind. Ab diesem Tag war Peter Maier mein großer Mentor und Unterstützer, ohne ihn wäre ich wohl nach wenigen Trainingstagen nicht mehr gekommen. Natürlich werde ich versuchen meiner kleinen Tochter (1 ½) den Sport nahe zu bringen. Was anderes wird ihr aber auch nicht übrig bleiben.
Presse: Du warst in der großen Jugendmannschaft die es auf mehrere Teilnahmen bei deutschen Meisterschaften gebracht hat. Was hat dir das für den späteren Weg gebracht? Gab es da auch negative Seiten für dich?
Pommes: Meine Jugendzeit wurde von 2 ganz hervorragenden Persönlichkeiten geprägt. In meiner Anfangszeit von Ernst Berkes und später von einem sehr aktiven Rainer Ohlendorf. Ich konnte in frühen Jahren mit sehr starken Jugendlichen trainieren und hatte das gleiche Trainingsprogramm. Dies war eine sehr wichtige Erfahrung und die technische Ausbildung war hervorragend. Da bei mir kein Talent anwesend war und mir der Kegelsport nicht in die Wiege gelegt worden ist, waren meine Leistungen nur für die 2. A-Jugendmannschaft bestimmt. In meinem letzten Jahr in der Jugend, mit Sebastian Klonner, konnten wir die Mannschaft nochmal mit starken Leistungen auf den Endlauf einer Landesmeisterschaft bringen und verpassten mit etwas Pech das Treppchen und wurden nur 4.
Presse: Warum hat bei dir der Durchbruch zur ersten Mannschaft so lange gedauert? Vielleicht weil du so spät nach Kriegsheim zurückgezogen bist? Oder lag es doch am Trainingsfleiß?
Pommes: Es war für mich anfangs nicht leicht in den aktiven Bereich zu starten. Ich war ja kein herausragender Spieler wie andere und so bin ich nur mit geschwommen. Keiner hat mich so richtig an die Hand genommen und gesagt, komm auf wir machen mal. Dadurch hab ich mich dann stärker in meine Jugendtrainertätigkeit im Fußball vertieft und hab Jahre in der 3. Mannschaft Sonntagsmorgens gekegelt. Nachdem ich eine Pause als Trainer machte, stellte sich die Frage: „Entweder ich bekomm das jetzt mit dem Kegeln hin oder höre auf“. Nach Umstellungen im Anlauf und regelmäßigem Training merkte man schon, dass sich meine Leistung deutlich verbesserte. Als sich eine gewisse Konstants in meinem Spiel wiederfand, war es nicht mehr weit in die erste Mannschaft. Leider ist bei mir ein regelmäßiges Training ganz wichtig, ohne das kann ich mein Niveau nicht halten. Es gibt auch nur wenige die das ganze Jahr trainieren, wo man schauen muss, ein kleines Grüppchen zu finden, um den Spaß zu behalten. Ach, und mal ehrlich, vor 5-6 Jahren hat doch noch keiner mit mir gerechnet.
Presse: Heute bist du einer der Trainingsfleißigsten und Top Spieler in der ersten Mannschaft und nicht mehr wegzudenken. Wie siehst du selbst deinen Status in der Mannschaft und was sind deine sportlichen Ziele.
Pommes: Man muss dazu sagen, ich bin jetzt schon einer der älteren in der 1. Mannschaft. Was heißt, wenn man sich zusammen setzt, wegen bestimmten Dingen, wird man schon gehört. Desweiteren ist der Draht zu unseren Jungen Spielern sehr gut und hoffe ihnen helfen zu können. Man merkt in unserem Team haben wir eine gute Mischung und dieses Sieger-Gen wird uns einfach von Frank und Gerd gegeben. Diese Mischung aus Erfahrung und doch Jugendlichkeit macht uns einfach unheimlich stark. Dazu verwalte ich den Strafkatalog, was eine sehr wichtige Aufgabe ist. Sportliches Ziel sollte es sein, immer das nächste Spiel zu gewinnen.
Presse: Die Mannschaft sieht schon jetzt oft zu dir rauf und das nicht nur deiner Körpergröße wegen, kannst du dir vorstellen diese Mannschaft einmal zu führen?
Pommes: Klar kann ich mir das vorstellen!
Presse: Im Falle eines Aufstiegs in die dritte Bundesliga, rührst du da die Werbetrommel bei den umliegenden jungen Talenten aus Grünstadt oder Großkarlbach? Oder ist der Kader stark genug um die Bundesliga zu halten?
Pommes: Unsere Herrenabteilung ist schon unheimlich stark aufgestellt, es ist aber Fakt, dass der Sprung von der 1. Landesliga zur 3. Bundesliga doch schon sehr schwer ist. Natürlich wären wir sehr froh junge hungrige Talente an uns zu binden. Bestes Beispiel ist ja Daniel Strefler der sich wirklich wunderbar bei uns entwickelt. Leider sind junge Kegler sehr schwer zu bekommen, weil unser Sport doch auch älter wird und jeder Verein seine Jungspieler halten will. Da muss schon sehr gut überzeugt werden und natürlich muss der Spieler auch 3. Bundesliga spielen wollen und was dafür tun.
Presse: Im Falle des Nichtaufstiegs. Wie denkst du über Vereinswechsel nach? Käme das für dich in Frage?
Pommes: Natürlich macht man sich seine Gedanken als Junger Kegler was willst du mal spielen und welche Möglichkeiten gibt es da (z.B. Gute Kegelbahnen). Nur kann man mit seinem Heimatverein doch alles selbst erreichen und Geschichte schreiben. Ich persönlich brauch dieses Umfeld des Vereins, weil es das Beste aus mir rausholt. Hier werde ich verstanden und hier kann man sein wie man ist. Der Verein ist mir sehr wichtig und er hat mir so viel gegeben da muss ich noch lange spielen um das wieder zurückzuzahlen. Ich geb es hiermit bekannt, der Club hat mit mir auf Lebenszeit verlängert. Ich will auch mal ein Urgestein werden und so wie Hans Graf an der Weihnachtsfeier für 25 Jahre aktives Kegeln geehrt werden.
Presse: Daniel Krüger ist wohl unumstritten nicht nur unser größtes Talent, er zählt auch zu den Besten im Land. Wird er dem SKC treu bleiben, oder schnappt ihn uns ein Bundesligist weg, machst du dich für ihn stark?
Pommes: Also mal ehrlich was will Daniel bei einem anderen Verein? Er fühlt sich hier wohl und er kann auch mit UNS Bundesliga spielen. Andere Spieler wie Markus Wingerter z.B. spielen doch auch in der 3. Bundesliga und bleiben bei seinem Heimatverein. Ich glaub ein Vereinswechsel wäre für Daniel auch nicht gut. Er bleibt, basta!
Presse: Was macht diesen Verein so attraktiv, dass man ihm treu bleiben sollte? Und wie siehst du selbst die Entwicklung, nicht nur der ersten Mannschaft.
Pommes: Gerade wenn man sich mit Daniel Strefler unterhält, hört man nur Gutes über den Verein. Er redet von der Lockerheit und einfach von einem Wohlfühlfaktor. Jeder wird so genommen wie er ist und man bekommt eine Art Schutzschild vom Verein. Die Entwicklung im Verein ist sehr positiv, wir haben gute junge Talente, die früh viel Erfahrung bekommen in Landeskadern oder im aktiven Bereich auf Top-Niveau zu spielen. Dazu alte Haudegen wie Edwin der mal einfach locker 2x 1000 spielt. Diese Mischung macht unseren Verein sehr attraktiv. WIR alle leisten einfach eine wundervolle Arbeit. Schau dir ein Philipp Schöner an. Bei ihm dachte ich noch, hmm, wird er bei uns bleiben. Er ist schon über 20 und will anfangen mit Kegeln. Man sieht aber wie wohl er sich fühlt, spielt eine gute Runde und er wird dem Verein erhalten bleiben.
Presse: Wie siehst du die Besetzung hinter den ersten acht. Sind sie stark genug, um in die evtl. Bundesligamannschaft aufzusteigen und sind im Stammkader alle gleichermaßen integriert?
Pommes: Meiner Meinung nach ist der Druck von den Jungs aus der 2. Mannschaft noch zu wenig, da könnte ruhig etwas mehr kommen. Man hat die Chance sich über die 2. Mannschaft zu empfehlen und dort werden wenige Spiele konstant gespielt. Marc Hollstein hat es doch gezeigt, was möglich ist und das können mindestens noch 3-4 weitere Jungs. Marc Hollstein ist der Newcomer der Saison. Ein gesunder Kampf um die Plätze ist doch wichtig, nur muss man auch mal anfangen zu kämpfen. Integriert sind alle im Stammkader. Wir haben eine tolle Truppe zusammen. Es wird über alles gesprochen und jeder hat seine Einsatzzeiten. Wenn es mal Probleme geben sollte, kann man sie ansprechen und es wird darüber gesprochen.
Presse: Denkst du, dass in den nächsten Jahren noch weitere Spieler aus unserer Talentschmiede hervorgehen? Im Moment stehlen uns da die Mädels etwas die Schau, wie siehst du das?
Pommes: Hör mal!! Jahrelang haben die Herren vom Nachwuchs profitiert. Da sollten unsere Frauen doch auch mal etwas von dem Kuchen naschen dürfen und sich mit zwei bärenstarken Jugendspielerinnen verstärken. Da ich auch das Jugendtraining kenne wird es sicher noch etwas dauern bis die Männer wieder welche im aktiven Bereich sehen, aber mit Eric Kani, Lukas Göb, Christian Mathes und Simon Müller wird das auch werden. Gerade bei Eric Kani, der schon sehr fürs Kegeln lebt, sehe ich sehr gutes Potential und denke, mit seinem Trainingsfleiß wird er ein sehr guter Kegler.
Presse: Wie wichtig findest du die Jugendarbeit und vor allem die jetzige Besetzung dieses aufreibenden Jobs?
Pommes: Unsere Jugendarbeit ist vorbildlich! Wenn man mal sieht wie viele Personen hinter dieser Jugendarbeit stehen, ist das ein riesen Paket, wo wir echt sehr stolz drauf sein können. Mit der Aktion in den Sommerferienspielen steigt doch immer mal wieder ein Jugendlicher ein und das ist der richtige Weg. Wir müssen weiter in die Öffentlichkeit mit unserer Jugendarbeit. Mit Sebastian hab ich ein besonderes Verhältnis und er wird immer meine Unterstützung haben. Sebastian arbeitet sehr besonnen mit seinen Jugendlichen und bringt ihnen seinen Stil bei. Man sieht genau wer da gearbeitet hat und seine Analysen sind selbst bei den Aktiven überragend. Ohne so Menschen wie Sebastian und der „Guten“ Ute könnte sowas nicht funktionieren. Vielen Dank!
Presse: Leider muss unser Jugendtrainer mit den Kids und wir selbst schon seit 23 Jahren nach Worms fahren zum Kegeln. Wo siehst du als junger Spieler die Hoffnung einmal in Monsheim kegeln zu können?
Pommes: Was haben denn die Fußballer noch vor Jahren gesagt? Sie meinten nur, das wird nie was mit einem Rasenplatz! Klar, unserem Verein wurde schon viel Versprochen und immer wurde man enttäuscht. Man sollte aber nie aufhören, auf sich aufmerksam zu machen. Was ist in anderen Gemeinden doch schon alles passiert. In Bezug von Hallen oder Dorfgemeinschaftshäusern. Wurden doch in Großkarlbach und Dellfeld echt schöne Kegelbahnen gebaut. Wieso sollte das nicht in der VG Monsheim auch zu schaffen sein? Wir brauchen nun mal Hilfe um dieses Projekt zu realisieren und müssen immer in Kontakt sein mit den wichtigen Personen aus Gemeinde- und Verbandsgemeinde. Die Bedeutung von eigenen Kegelbahnen für unseren Verein wäre unbeschreiblich. Zuwachs an Jugendlichen und im aktiven Bereich, man hätte ganz andere Mittel zur Verfügung. Man muss auch mal sehen, dass wir momentan nur 1x die Woche trainieren können. Wo man ganz klar sagen muss, wenn Kegelbahnen in Monsheim wären, würden wir Bundesligagerecht trainieren. Mit den Spritkosten, der letzten 23 Jahren, hätte man die besten Kegelbahnen in Deutschland bauen können. Das kann sich doch keiner Vorstellen und keiner in Monsheim muss das über sich ergehen lassen. Einmal in Monsheim ein Bundesligaspiel auszutragen, davon hab ich zumindest schon mal geträumt und deshalb glaube ich dran. Wie viele Ortschaften in Deutschland können das von sich behaupten einen Bundesligaverein in seinen Reihen zu haben.
Presse: Durch unsere Jahre lange Jugendarbeit sind wir in der positiven Lage für den Liga Cup eine U-30 Mannschaft zu melden, die sich bisher wacker geschlagen hat. Du führst die Mannschaft an. Was können wir von der jungen Truppe noch erwarten?
Pommes: Och so einiges. Wir haben jetzt die nächste Aufgabe mit dem Derby gegen die SG Worms vor uns. Es sind nur noch 3 Spiele bis zum Cup und den wollen WIR! Es ist doch super dass wir 10 Spieler aufstellen können die U-30 sind und allein 5 schon in der 1. Mannschaft spielen. Insgesamt haben von den 10 Spielern 7 in diesem Jahr schon 1. Mannschaft gespielt. Welch ein Luxus
Presse: Im Moment bist du so etwas wie ein Vorbild für die ganz Jungen und auch deine Vereinskameraden. Du spielst eine tolle Runde und hast in der letzten Woche den ersten Tausender bei unseren Vereinsmeisterschaften erzielt. Das ist noch keinem bei diesem Vereinsevent gelungen. Bis jetzt konntest du dir noch nie den ersten Platz sichern. Wie groß sind deine Chancen in diesem Jahr?
Pommes: Vereinsintern werd ich ja schon belächelt, immer nur 2. und 3. Plätze. Natürlich ist der Anfang gemacht mit einem super Ergebnis, aber durch das neue Wertungssystem ist noch einiges möglich. Wichtig sind natürlich die weiteren 2 Durchläufe um dann mit einem Polster in den Endlauf zu kommen.
Presse: Immer wenn du zu mir nach Hause kommst sehe ich deine Bewunderung meiner Pokale. Was bedeuten sie für dich und wie wichtig ist es dir endlich mal der Beste des Vereins zu werden?
Pommes: Ganz ehrlich? ALLES! Sorry aber diesen Druck leg ich mir selbst auf und ich muss damit klar kommen. Es stehen alle großen Namen des SKC in dieser Liste ich will auch dazu gehören.
Presse: Du hast schon einige Male im Spiel über 1000 gekegelt, schon 3. Bundesliga gespielt, welche Ziele hat man da noch, wo die besten Keglerjahre ja erst kommen?
Pommes: Mehrfacher Meister, Pokalsieger, Vereinsmeister, Mixed, KO-Pokal, 2. Bundesligaspieler und und und und........ es gibt einiges zutun
Presse: Seit September genießen unsere Mitglieder eine neue Internetseite, wie findest du die Aufmachung und Aktualität? Was hältst du von unserer neuen Sponsorenleiste und was würdest du persönlich an der Seite verändern?
Pommes: Eine Homepage hat ja jeder heutzutage, aber so ein schmuckes Stückchen was DU da aufgebaut hast WAHNSINN! Aktualität ist für eine Homepage das wichtigste und man muss Gesprächsthema werden. Nur so kann man mit einer Homepage Erfolg haben. Du weißt, ich werd auch hier immer Unterstützen wo ich kann. Die Sponsorenleiste zeigt natürlich schon, was man bewegen kann und wir freuen uns über jeden Gönner. Für uns als Verein ist es nun mal sehr wichtig, da wir keine Olympische Disziplin sind unseren Sport anders Präsent zu machen. Ach, ich hab da schon die eine oder andere Idee z.B. können sich immer noch nicht sehr viele vorstellen, wie es bei einem Spiel abgeht und was da überhaupt gemacht wird. Man muss es den Leuten einfach näher bringen. Mal sehen wie uns das gelingt, die Plattform haben wir ja schon.
Presse: Findest du, dass der Verein durch die Seite in Rheinhessen, der Pfalz und über die Regionen hinaus an Bekanntheit dazu gewonnen hat?
Pommes: Mit Sicherheit in der Sportkegelfamilie. Es sollte aber versucht werden über die Grenzen des Sportkegelns hinaus Bekanntheit zu gewinnen.
Presse: Das jetzige Interview ist etwas überraschend von mir geführt. Du bist in den letzten Wochen sehr mit deinem Beruf beschäftigt, wann können wir wieder mit unserem rasenden Reporter Pommes rechnen und wen ziehst du als Gesprächspartner in Erwägung?
Pommes: Im neuen Jahr geht es weiter mit tollen Fragen und interessanten Menschen. Die Kandidaten sind schon in meinem Kopf z.B. Jugendwart Sebastian Klonner und vielleicht mal noch die ein oder andere Dame. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen mal einen Bundesligaspieler mit Fragen zu löchern. Tobias Lacher als Mitglied in unserem Verein bietet sich bestimmt mal an.
Presse: Du bist in deinen jungen Jahren auch schon lange im Vorstand. Wie wird deiner Ansicht nach im Vorstand gearbeitet und wie könnte man den jüngeren den Spaß an der Vorstandsarbeit und die damit verbundene Verantwortung übermitteln?
Pommes: Der Ansatz sollte sein, dass man die jungen auch mal fragen sollte. Dieses Wort Verantwortung wird auch etwas hoch gehängt, bei uns im Vorstand ist es wirklich eine schöne Arbeit bei der man sich voll einbringen kann. Ich wurde auch gefragt von einem Herrn Schork und 1 Jahr später wurde ich zum 2. Vorsitzenden gewählt. Klar, wird auch jedes Mal länger diskutiert, aber es gehört dazu. Ich bin sehr glücklich über meine damalige Entscheidung. Es bringt einen einfach dem SKC noch näher. Außerdem bekommt man einfach besser mit, was alles im Verein passiert.
Presse: Du bist in deinem 28sten Lebensjahr und schon einige Zeit 2. Vorsitzender des Vereins. Hast du mal vor in die Fußstapfen von Thomas Kraus zu treten, der ja dieses Amt schon länger ausübt wie du alt bist? Er übernahm das Amt drei Monate bevor du geboren wurdest.
Pommes: Welch eine Zahl, fast schon unglaublich!! Wie man in der heutigen Zeit sieht, haben Vereine überhaupt keinen 1. Vorsitzenden mehr und wir haben diese Kontinuität. Seit 4 Jahren werd ich an diesen Job herangeführt und ich hab einen sehr guten Ausbilder. Wieso sollte ich nicht auch irgendwann diesen Schritt gehen? Es kommt aber auch immer auf die Mitglieder drauf an, die einen wählen. Warten wir es mal ab.
Presse: Wie findest du die geleistete Arbeit von Thomas und was würdest du als Vorsitzender anders machen?
Pommes: Also die geleistete Arbeit eines Thomas Kraus zu bewerten ist einfach zu schwer. Er ist einfach ein Glücksfall für den SKC. Der SKC ist Thomas Kraus und Thomas Kraus ist SKC. Alles was der SKC heute ist, ist ihm zu verdanken. Auf jeden Fall ist es kein leichtes Erbe nach Thomas zu kommen. Hoffen wir alle, dass er gesund bleibt und noch lange aktiv bleibt im Verein, egal in welcher Funktion.
Presse: Werden wir im kommenden Frühjahr zwei Mannschaften zur Meisterschaft gratulieren können?
Pommes: Schwere Frage! Die 2. Mannschaft schafft das. Die lässt sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Man sollte die Runde jetzt nicht einfach so gemütlich laufen lassen und sagen, ja, des reicht wir werden Meister. Ziel sollte es sein mit 0 Verlustpunkten aufzusteigen und sich gerade in den Heimspielen noch zu steigern. Man wird dann auch ganz anders in der Bezirksliga wahrgenommen. In meiner 1. Mannschaft sieht das schon anders aus. Wir haben noch sehr schwere Spiele. Frank hat das richtige gesagt, immer von Spiel zu Spiel schauen. Klar sind wir selbstbewusst genug zu sagen, wir können es schaffen, immerhin haben wir jetzt schon das Plus bei uns. Wir sind Auswärts super Stark und zuhause sind wir nicht zu schlagen. Wir haben aber alle das Spiel in Pirmasens mitbekommen. Wo der Gegner zuhause auf einmal über sich hinauswächst, gegen uns Saisonmannschaftsbestleistungen spielt und man verliert so ein Spiel knapp mit 4 Hölzern. Auch Zuhause haben wir gegen Kaiserslautern und SG Mainz/Essenheim gemerkt dass man immer konzentriert bleiben muss. Hoffen wir auf eine gesunde Rückrunde und das wir alle fit bleiben dann werden wir schon was feiern.
Presse: Ich bedanke mich für deine Offenheit und in der Meisterschaftrunde sowie der Vereinsmeisterschaft alles Gute und viel Erfolg.
SKC Reporter Jonas (Pommes) Hudel im Interview
Mit Andreas Schork
am 14.11.2011
Hallo sehr geehrte Kegelfamilie,
nach zwei sehr jungen Keglern des SKC werden wir uns heute mit einem echten Urgestein unterhalten. Andreas Schork hatte schon fast alle Positionen im Verein inne und hat in allen Bereichen natürlich sehr viel Erfahrung gesammelt. Wie alles begann und wie es heute bei Ihm Aussieht in seiner neuen Aufgabe als Webmaster lest ihr hier.
Viel Spaß
Presse: Andreas zu Beginn unserer Unterhaltung; wie bist Du zum Kegeln gekommen? Gab es schon damals eine Jugendmannschaft beim SKC? Wie konnte man sich das vorstellen?
Andreas: Erst mal danke für die Lobeshymne, aber Urgesteine sind alt und das bin ich noch nicht. Zum Kegeln bin ich durch Zufall gekommen. Ich hatte lange Jahre Tischtennis und Handball in allen Schülermannschaften gespielt. Ab 15 musste man damals aber in der Jugendklasse antreten und sowohl Kriegsheims Tischtennisler als auch die Mörrstädter Handballer hatten nicht genügend Jugend und dann hatte mich Heiner Pleickhardt zum Kegeln eingeladen und von da an trainiert, dort konnte ich auch gleich mit 16 bei den Aktiven mit kegeln und außerdem hatten meine Eltern das Sportheim mit unseren damaligen Kegelbahnen gepachtet.
Presse: Wenn man bei Dir im Haus ist, sieht man an jeder Ecke das du Kegler bist. Es ist für Dich wirklich was ganz besonderes. Was macht deiner Meinung nach diesen Sport so besonders?
Andreas: Dass es nur wenige Sportarten gibt, die so vom Kopf her gesteuert sind wie unser Sportkegeln. Man kann sich zusätzlich durch das eigene Ergebnis profilieren aber nur im Team gewinnen. Außerdem sind wir in der Keglerfamilie alle vom Alter her gleich gehalten. Ich war mit 15 unheimlich stolz von Leuten wie Robert Schmitt oder Heiner Pleickhardt das „Du“ angeboten zu bekommen, da sie ja beide über 40 Jahre älter waren als ich, sich aber auf eine Stufe mit mir gestellt haben.
Presse: Natürlich sieht man in deinem Zuhause nicht nur 1-2 Pokale sondern findet eine ganze Sammlung von Pokalen. Welchen Stellenwert haben diese Pokale?
Andreas: Die allgegenwärtige Leistung ist vergänglich. Nicht alle können ihre Leistung so lange auf so hohem Niveau abrufen wie Gerd Böß oder Frank Breyvogel. Die Pokale sind eine schöne Erinnerung, die dich aber nicht fantasieren lassen sollen, sondern dich immer wieder aufs Neue aufmuntern sollen an dir fest zu arbeiten.
Presse: Seit Jahren bist Du Mannschaftsführer der 2. Männermannschaft. Wie sieht die momentane Situation aus und welche Ziele hat man mit dieser Mannschaft, auch langfristig gesehen? Wie ist die Stimmung im Team?
Andreas: Wir sind in diesem Jahr den richtigen Schritt gegangen und haben den Startzeitpunkt mit der 3. Mannschaft getauscht. Zusätzlich was noch wichtiger ist, wir haben die Mannschaft verjüngt, in der Truppe fühle ich mich fast schon alt und Eddi ist der Methusalem, der allen anderen aber schon 2 mal gezeigt hat was diesen Kegelsport so geil macht, nämlich im Alter seine Bestleistungen spielen zu können. Schon 2-mal über 1000 Kegel. Fantastisch.
Presse: Hast Du auch noch Persönliche Ziele die man erreichen will?
Andreas: Was für eine Frage für einen Kegler der noch nie 1000 gespielt hat.
Presse: Dein Kumpel Edwin ist etwas älter und spielt in dieser Runde schon 2x 1000 Holz. Hast Du auch nochmal vor anzugreifen und endlich mal deinen 1000er zu spielen?
Andreas: Vor habe ich das schon sehr lange, aber immer wenn ich gute Vorbereitungen hatte und meine Zielrichtung die erste Mannschaft war hatte ich irgendwelche doofen Unfälle, die mich zurückgeworfen haben. Ich bin aber auch noch nicht so alt wie Eddi und dann gebe ich die Hoffnung auch nicht auf.
Presse: Beim SKC gibt es eine Seniorenmannschaft Du bist bestimmt schon ganz heiß dort dein Debüt zu feiern oder? Für die U30 reicht es ja leider nicht mehr!
Andreas: Ha, ha, ja die 30 haben wir vor kurzem überschritten, aber 50 bin ich noch laaaaaaaaaaange nicht.
Presse: Was war dein bisher größter Erfolg?
Andreas: Da gibt es viele zu nennen, aber was mir mehr in liebster Erinnerung ist, sind das Freiluftkegeln mit und neben dem damals mehrfachen und frisch gekürten Weltmeister Ralf Koch in Worms auf dem Ludwigsplatz vor sehr vielen Zuschauern, oder in der Rheinland Pfalz Auswahl neben Freddy Zänger zu spielen, oder bei den Juniorenlandesmeisterschaften neben dem späteren Weltmeister Damir Dundic zu spielen und dabei selbst fünfter zu werden. Das alles waren für mich die schönsten Ereignisse.
Presse: Natürlich hat man nach vielen Jahren auch negative Seiten kennen gelernt. Welches Ereignis bleibt da im Kopf?
Andreas: Da gibt es für mich nur eines und das ist legendär. Erst versagt und dann gefeiert. Endspiel um die Meisterschaft für die oberste Rheinland Pfalz Liga. Ich war zu dem Zeitpunkt absoluter Leistungsträger und konnte meine Mannschaft nicht ins Oberhaus führen. Den Ausgang diesen Abends werde ich mein Leben lang nicht vergessen, was wiederum zeigt: Erfolg allein ist nicht alles, nur mit dieser Zusammengehörigkeit war es möglich, alle auf dem Boot zu behalten und den Aufstieg Jahre später folgen zu lassen, leider ohne mich.
Presse: War mal ein Vereinswechsel denkbar?
Andreas: Denkbar wäre der immer gewesen, wenn das Potenzial erschöpft gewesen wäre, aber ich konnte einige gute Kegler motivieren zu uns zu kommen was mich immer davon abgehalten hat zu wechseln und mittlerweile, wenn du so viele Höhen und Tiefen in diesem Verein mitgemacht hast, dann lebst du diesen Verein und versuchst ihn weiter nach vorne zu bringen.
Presse: Wie ist deine Meinung zu den momentanen Herrenmannschaften?
Andreas: Wir hatten nur selten so eine gute Mischung mit so viel Potential. Unsere Oldies werden immer stärker und unsere Shootingstars übernehmen auch mal Verantwortung. Wenn sie das in noch kleineren Abständen tun, dann sind wir auf einem guten Weg. Und das gilt für alle Mannschaften.
Presse: Hat man als erfahrener Kegler auch noch Vorbilder oder hattest du welche als junger Kegler?
Andreas: Ein Keglervorbild eher weniger, jeder Kegler hat seinen eigenen Stil und ist er damit erfolgreich, dann lass dich von niemandem verbiegen, auch nicht von Nationalmannschafttrainern.
Ich hatte immer ein Sportlervorbild. Der große Carl Lewis. Er hat nie aufgegeben.
Presse: Was sagst Du den Leuten die den Kegelsport belächeln und als alten Kneipensport abtun?
Andreas: Ich lache zurück und denke: Wenn ihr wüsstet was euch entgeht.
Presse: Auch hat sich der Kegelsport an sich sehr verändert die Ergebnisse fallen immer höher aus. Wie siehst du da die Entwicklung?
Andreas: Das komplette Material ist viel besser geworden, dadurch auch die Ergebnisse. Außerdem wird alles athletischer. Heute fallen in einer Saison so viele 1100er wie vor 20 Jahren 1000er gespielt wurden.
Presse: Es könnte passieren das bald das System von 200 Wurf auf 120 Wurf-System umgestellt wird. Wie stehst Du dazu?
Andreas: Ich persönlich halte sehr wenig davon. Man will den Sport attraktiver machen, aber in der Sektion Bohle und Schere wird das schon einige Jahre gespielt und sie haben einen Mitglieder Rückgang von fast 30%. Das sollte jedem Verantwortlichen eine Lehre sein dies in der Sektion Classic eizuführen.
Presse: Wie empfindest Du die Gemeinschaft der großen Kegelfamilie?
Andreas: Einzigartig. Sehr kameradschaftlich. Und als vor einiger Zeit unser Kegelbruder Dennis so schwer an Leukämie erkrankt ist, war die Fürsorge und Initiative aller Vereine in Rheinland Pfalz so beeindruckend. So etwas vergisst man nicht. Denn nur in schlechten Zeiten sieht man, was man von seinem Sport zurück bekommt.
Presse: Was würdest Du einem jungen Kegler mitgeben der sehr viel Potential und Talent hat?
Andreas: Wenigstens zwei bis drei Jahre auf sehr hohem Niveau bei uns zu spielen und mit Druck umgehen zu können, dabei auch mehrere Male die entscheidende Person im Spiel zu sein, wenn dann ein Angebot aus der Ersten Liga vorliegt würde ich einen Wechsel befürworten.
Presse: Welche Ämter hast Du schon beim SKC Monsheim ausgeübt?
Andreas: Ich war noch kein erster Vorsitzender, kein Pressewart und die Mädels habe ich auch noch nicht trainiert.
Presse: Hat sich die Arbeit im Vorstand verändert mit den Jahren? Hatte man es mal früher leichter als Sportwart?
Andreas: Unser Vorstand arbeitet seit Jahren gut. Es scheiden immer zum Richtigen Zeitpunkt alte verdiente Personen aus und Junge werden integriert. Das funktioniert hervorragend. Der Männersportwart hatte es noch nie leicht. Es gab Zeiten, da waren wir noch mehr Aktive. Aber je älter der Verein und seine Spieler werden umso schwieriger hat es ein Sportwart. Jeder ältere oder erfahrene Spieler muss sich bei der Aufstellung mehr zurück nehmen. Da muss ich mich als erstes in die Pflicht nehmen. Etwas Selbstkritik schadet nie. Aber eine gesunde Kommunikation ist sehr wichtig und das braucht jeder Verein. Ein Verein in dem nicht mehr geredet und diskutiert wird lebt nicht mehr lange.
Presse: Wie stehst du zu deiner neuen Aufgabe als Webmaster? Welche Vorstellungen hast Du mit der neuen Seite www.skcmonsheim.de zu erfüllen?
Andreas: Ich muss sagen, das macht mir einen riesen Spaß. Meine Frau weiß, wo sie mich zu suchen hat. Vorstellungen habe ich noch so viele. Aber das wichtigste ist die Seite und unseren Verein bekannt zu machen. Nur wer die Seite oder unseren Verein kennenlernt, kommt zu uns kegeln oder schaut im Internet was es neues beim SKC gibt.
Presse: Was denkst du, war das bisher wichtigste was dem SKC als Verein passieren konnte?
Andreas: Die damalige Gründung der Jugendabteilung und die mündliche Verpflichtung unseres Jugendtrainers Ernst Berkes. Ohne diese Jugendarbeit die danach Rainer Ohlendorf inne hatte und heute Sebastian Klonner hervorragend mit Ute Maier begleitet sind überlebensnotwendig und sehr zeitintesiv. Vor allem, da alle zusätzlich selbst noch aktiv sind und Ziele haben. Ich habe davor allergrößten Respekt.
Presse: Wie ist der Stellenwert des SKC im Ort Monsheim zu bewerten?
Andreas: Man ist im gewissen Sinne angesehen, da man sich bei innerörtlichen Veranstaltungen integriert und selbst am Monsheimer Markt aktiv ist. Allerdings wird man nur belächelt wenn man um Unterstützung zum Bau einer eigenen Kegelanlage bittet. Dabei gibt es in Monsheim keinen zweiten Verein in dem noch so viele Aktivitäten herrschen und über so viele Jahre ein so hohes sportliches Niveau geleistet wird, wie beim SKC, dabei müssen wir immer 15 km nach Worms hin und zurück fahren und das auch noch mit allen Jugendlichen. Nun mehr seit 25 Jahren. Dafür gehört einem normalerweise eine Auszeichnung.
Presse: Was würden eigene Kegelbahnen in Monsheim für den SKC Monsheim bedeuten?
Andreas: Wir sind so schon eine kleine Hochburg im Kegelsport in Rheinland Pfalz, ich rede mal nicht von eigenen Bahnen, aber mit einer Vierbahnanlage in Monsheim würden wir eine tragende Rolle in diesem Sport national spielen. Außerdem hätten es unsere hochverdienten Jugendbetreuer viel einfacher noch mehr Jugendliche zu trainieren und die Fahrtzeit nach Worms in die Jugendarbeit zu investieren.
Presse: Ist der SKC Monsheim nur ein kleines Licht im Keglerhimmel oder hat er schon eine besondere Stellung im Bezirk und Verband? Wie ist die Stellung des SKC im Land Rheinland-Pfalz einzuschätzen?
Andreas: Monsheim wird seit Jahren geachtet auf Grund der guten Jugendarbeit und der Erfolge bei Bezirks.- Landes.- und deutschen Meisterschaften, aber auch belächelt, da es nur wenige verstehen, dass so ein großer und erfolgreicher Verein immer noch nach Worms fahren muss um zu kegeln.
Presse: Wie siehst du die Zukunft des SKC Monsheim sportlich und aus Sicht eines Vorstandmitglieds?
Andreas: In den nächsten Jahren mit allen Mannschaften noch eine Klasse höher zu kommen. Unsere Mädels haben trotz der momentan etwas schlechteren Lage auch die Voraussetzung mit etwas Glück in den nächsten 2 – 3 Jahren 3. Bundesliga zu spielen. Da wachsen große Talente heran. Sandra und Nina sind auf dem besten Weg den Verein noch erfolgreicher werden zu lassen. Und unsere Jungs stehen am Wochenende schon vor einem richtungsweisenden Spiel. Das Spitzenspiel Erster gegen den Zweiten. Das heißt SKC gegen TSG Kaiserslautern. Gewinnen!!! Heißt die Parole.
Presse: Wie ist deine allgemeine Meinung zum SKC Monsheim?
Andreas: Der SKC ist mein Leben. Ich hatte in all meinen Lebensabschnitten Höhen und Tiefen. Zuhause und in meinem Verein fand ich immer den nötigen Halt mich wieder aufzurappeln und weiter zu machen.
Presse: Ich bedanke mich für deine Teilnahme und weiterhin Gut Holz und viel Gesundheit
Jo Hudel im Interview
mit Daniel Krüger
am 10.09.2011
Presse: Du warst nach der Runde stark umworben von anderen Vereinen, was hat dich zum bleiben bewegt?
Daniel: Der Zusammenhalt unseres Teams, und einfach weil es beim SKC soviel Spaß macht.
Presse: Das Team bleibt komplett zusammen was denkst ist in der neuen Runde drin?
Daniel: Wir werden versuchen solange wie es geht um den Aufstieg zu spielen
Presse: Was für Ziele hast Du Dir Persönlich gesteckt für die neue Runde?
Daniel: Ich würde gerne meine Leistung so gestalten das wir jedes Spiel gewinnen
Presse: Der Spielplan ist Veröffentlicht. Man beginnt gegen Mehlingen Zuhause und fährt dann die Woche drauf nach Grünstadt. Wird es eine guter Start?
Daniel: Besser hätte der Spielplan gar nicht kommen können! Gleich Heiße Duelle Auswärts gegen die zwei Absteiger (Grünstadt, Pirmasens). So werden wir gleich gefordert.
Presse: Hast Du einen Favoriten in der Rheinland-Pfalz-Liga 1?
Daniel: Uns und TSG Kaiserslautern wegen ihren starken Zugängen
Presse: Was war in der abgelaufenen Runde der Grund für den Nichtaufstieg in die 3.Bundesliga?
Daniel: Ganz klar das verloren gegangene Spiel gegen den direkten Konkurrenten Rodalben, dass man hätte deutlich gewinnen können
Presse: Was nimmst Du Persönlich aus der letzten Runde mit?
Daniel: Es geht noch mehr und man muss aus den wenigen kleinen Fehlern der letzten Runde lernen
Presse: Du hast in der letzten Runde meistens vorne gespielt sollte das so bleiben?
Daniel: Auf jeden Fall
Presse: Wer sollte dein Partner sein und Warum?
Daniel: Jonas Hudel. Wir sind vorne ein eingespieltes Team, wie sich mehrmals in der vergangenen Saison gezeigt hat. Jonas ist auch einer der mich immer noch etwas mehr pusht.
Presse: Letztes Jahr warst Du der beste Spieler in der Liga. Wer denkst Du könnte dich am ehesten Ablösen?
Daniel: Ich denke mal Nicolai Bastian und Sebastian Peter werden harte Konkurrenten, wenn sie in der 2. Mannschaft von der TSG spielen. Sonst werde ich natürlich versuchen den 1. Platz zu verteidigen.
Presse: Ein kurzes Wort zu deinem Team?
Daniel: Bestes Team dass es gibt
Presse: Die Vorbereitung hat begonnen wie wird sie sich bei Dir gestalten?
Daniel: Die meisten Freundschaftsspiele mitmachen, vor allem Gerolsheim und Kuhardt
Presse: Im Pokal ist wieder eine U30-Mannschaft gemeldet. Was denkst kann man dort erwarten?
Daniel: Wenn ich an die Erfolge vom letzten Mal denke, bin ich überzeugt wir können einen schönen Erfolg erzielen. Diese U30-Mannschaft ist sehr stark besetzt
Presse: Was hast du so für Angewohnheiten wenn ein Spieltag ist? Hast du da eine bestimmte Sache?
Daniel: Vor dem Spiel geh ich immer lange Joggen und höre dabei Musik. Da kann ich nochmal schön abschalten und mich konzentrieren
Presse: Was war dein Größter Erfolg bisher?
Daniel: Die vergangene Saison und der Eichbaum-Cup in Gerolsheim, nicht nur wegen den 50 € und dem Fass Bier
Presse: Wer ist dein Vorbild im Kegeln?
Daniel: Ivan Céch
Presse: Vor wenigen Wochen hast Du dem U23-Landeskader Rheinland-Pfalz angehört wie waren dort deine Eindrücke?
Daniel: Einfach nur schön. Die Leute dort sind nett und ich hab mich von Anfang an wohlgefühlt. Man wird dort als Neuling sehr gut aufgenommen.
Presse: Du kommst ja aus Worms wie ist es dazu gekommen das Du beim SKC Monsheim gelandet bist?
Daniel: Die Heimbahnen des SKC sind ja in Worms und somit war es einfach das beste für mich. Natürlich ist die gute Jugendarbeit ja bekannt und da war es als 15 Jähriger für mich klar beim SKC anzufangen.
Presse: Wie siehst Du die Zukunft des SKC Monsheim?
Daniel: Sehr positiv, weil sehr viel im Jugendbereich getan wird und der Zusammenhalt stimmt.
FB: Wie ist deine Meinung zum SKC Monsheim allgemein?
Daniel: Wenn es so bleibt werde ich noch viele viele Jahre dem SKC erhalten bleiben. Es ist einfach ein toll geführter und positiver Verein
Vielen Dank!!!!





























